Service / 2015

(v.l.n.r.): Detlev Bendel, Stadtrat für Wirtschaft, Tourismus und Personal; Sigrid Möricke, Stadträtin im Dezernat für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr; Henning Wossidlo, Baubetriebsleiter für das Gesamtprojekt; Sven Gerich, Oberbürgermeister; Heinrich Großenbach, Architekturbüro Ferdinand Heide, BDA; Wolfgang Nickel, Stadtverordnetenvorsteher

»Neues schaffen – mehr Wiesbaden erleben.«

Mit dem Spatenstich beginnt nun der eigentliche Neubau der Rhein-Main-Hallen. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Sven Gerich und Stadtrat Detlev Bendel feierten über 100 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung den Baubeginn. »Neues schaffen – mehr Wiesbaden erleben« – unter dieses Motto stellte Oberbürgermeister Gerich seine Rede. Er betonte: »Der Neubau ist Ausdruck und sichtbares Zeichen unserer Willkommenskultur. Denn wir bauen ein Haus für unsere Gäste aus aller Welt.« Wirtschafts-Stadtrat Detlev Bendel ergänzte: »Die neuen Hallen werden Sinnbild und Aushängeschild der Landeshauptstadt sein. Die Zukunft der Rhein-Main-Hallen lässt uns erwartungsvoll nach vorne blicken.«

Mit der hohen Energieeffizienz des Gebäudes, dem hoch flexiblen Raumkonzept und der herausragenden Qualität der Architektur seien bereits die Weichen für eine erfolgreiche Positionierung gestellt, unterstreicht der für Wirtschaft, Tourismus und Personal zuständige Stadtrat Detlev Bendel. Auch mit seinen baulichen Dimensionen setze das größte Investitionsprojekt der hessischen Landeshauptstadt am Markt neue Maßstäbe. Die Fakten: Das Bauvolumen umfasst eine Bruttogeschossfläche von rund 30.000 Quadratmetern. Die Veranstaltungsfläche liegt bei 20.000 Quadratmetern – was einer Fläche von rund drei Fußballfeldern entspricht. Bereits drei Jahre vor der Eröffnung wurde das Neubauprojekt mit dem Vorzertifikat in Gold der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e. V. ausgezeichnet. »Wir wollen künftig Vorreiter sein und wir werden alle davon profitieren«, hob Detlev Bendel hervor und ergänzte: »Mit den neuen Rhein-Main-Hallen werden wir mehr Umsatz, mehr Arbeitsplätze, mehr Internationalität und einen weiteren Imagegewinn für Wiesbaden erreichen.« Der Dank gelte allen am Bau des neuen Kongresshauses beteiligten Firmen und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die hervorragende Arbeit. Unter der Regie des zuständigen Baubetriebsleiters Henning Wossidlo, zusammen mit der Projektleiterin Bau Evelyn Pflugradt und TriWiCon-Chef Martin Michel sowie dem Architekturbüro Ferdinand Heide und seinem Planungsteam sei es gelungen, die bisherige intensive Zeit der Vor- und Entwurfsplanung zeitlich und budgetär erfolgreich zu bewältigen.

Neubau spielt in der ersten Liga der Kongress- und Veranstaltungszentren
Oberbürgermeister Sven Gerich unterstrich beim ersten Spatenstich die historische Bedeutung des Tages: »Es ist ein großer Tag für die Stadt und es macht mich besonders stolz, dass wir dieses Projekt mit allen daran beteiligten Partnern erfolgreich auf den Weg gebracht haben.« Schon heute in der Übergangszeit werden die richtigen Signale gesetzt, so Gerich, um sich als Ausrichter für Großveranstaltungen zu empfehlen. Die Vermarktung laufe auf Hochdruck. Das zeige sich sowohl an den Gesprächen mit Stammkunden und wichtigen Ankermietern wie der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin, die ihre Rückkehr signalisiert haben, als auch an der Ausrichtung des Ball des Sports im Kurhaus am 7. Februar diesen Jahres. »Gastgeber für den Ball des Sports zu sein, ist ein großer Imagegewinn für den Wirtschafts- und Kongressstandort Wiesbaden« betonte Sven Gerich. Hinsichtlich des weiteren Fortgangs der Arbeiten zeigten sich Oberbürgermeister Gerich und Wirtschafts-Stadtrat Bendel zuversichtlich, dass die neuen Rhein-Main-Hallen planmäßig im Jahr 2018 feierlich eröffnet und in der ersten Liga der Kongress- und Veranstaltungszentren spielen werden. Der Weg dahin ist klar definiert. Von der Architektur über die Planung bis zur Vermarktung liege das Projekt in den besten Händen, betonte der Oberbürgermeister.

Alles im Zeitplan für die feierliche Eröffnung Anfang 2018
Mit dem Spatenstich ist der Startschuss für den ersten Bauabschnitt im Süden gegeben. Während im Januar mit dem Aushub der Baugrube im Süden begonnen wird, läuft der Abbruch im Norden und Westen des Geländes bis März parallel weiter. Die noch stehenden Gebäude fungieren dabei als natürlicher Schallschutz. Der Baugrubenaushub mit einem geschätzten Erdaushub von 60.000 Kubikmetern schafft die Voraussetzung für die eingeschossige Tiefgarage mit 800 Parkplätzen und die Errichtung des Rohbaus. Wenn der Rohbau steht, folgen die Hülle, die Fassade und der Innenausbau des Gebäudes bis Ende des Jahres 2017. Dabei entsteht ein hochwertiges Zusammenspiel von hellem Naturstein, Sichtbeton, Glas, Holz und Metall. Im Zentrum der Arbeiten stehen die technischen Systeme wie die Gebäude-, Versorgungs- und eine innovative Veranstaltungstechnik. So wird die große Halle 1 mit einer hoch flexiblen Teleskoptribüne, einem befahrbaren Bühnenpodium und mit einer funktionalen Deckenkonstruktion bestückt sein. Ende 2017 tritt das Gebäude in die letzte Phase der Fertigstellung ein: Die Gestaltung des Außengeländes, finale Installationen und eine intensive Testphase sorgen für einen erfolgreichen Neustart Anfang 2018. Stadtrat Detlev Bendel ist sich sicher: »Die feierliche Wiedereröffnung mit einem großen Festakt und gesellschaftlichen Großereignis wird die Blicke auf Wiesbaden und die neuen Rhein-Main-Hallen ziehen. Unsere Landeshauptstadt wird national und international noch attraktiver und bekannter werden.«