Service / 2015

Höchste Nachhaltigkeits-Auszeichnung für das neue RheinMain CongressCenter Wiesbaden (ehemals Rhein-Main-Hallen)

DGNB verleiht Platin-Zertifizierung

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) hat an den Neubau des RMCC ihr höchstes Gütesiegel verliehen: Das DGNB-Vorzertifikat in Platin. Das Wiesbadener Kongress- und Veranstaltungsgebäude gehört damit bereits vor seiner Fertigstellung im Jahr 2018 zu den nachhaltigsten der Welt. Wirtschaftsdezernent Detlev Bendel: „Unser Engagement für höchste Energieeffizienz zahlt sich aus. ‚Platin‘ ist in der Branche weltweit einzigartig und ein klares Signal für den Markt.“ Wiesbaden setzt Zeichen: Mit höchster ökologischer sowie ökonomischer, aber auch soziokultureller und funktionaler Qualität sind die Bewertungskritierien der DGNB überdurchschnittlich erfüllt. „Innovation und Nachhaltigkeit standen bei der Planung im Vordergrund. Die Platin-Zertifizierung ist für uns Bestätigung und trägt zur Positionierung Wiesbadens zu einer der führenden Konferenz-Destinationen Deutschlands bei,“ betont Wirtschaftsdezernent Bendel.

Mit einem Gesamterfüllungsgrad von 84,4 Prozent wurde die Konformitätsprüfung des Neubauprojekts für das DGNB Vorzertifikat auf die neue Auszeichnungsstufe in Platin angepasst. Das künftige Wiesbadener Kongress- und Veranstaltungszentrum wird deutlich die Vorgaben der EnEV 2014 durch Nutzung von Fernwärme und Abwasserwärmerückgewinnung unterschreiten, es besitzt energetisch optimierte Fenster- und Fassadenflächen und wird höchste Qualitätsstufen bei den verwendenden Baumaterialien anlegen. Schon heute bekennt sich die Geschäftsführung zum Kodex „FairPflichtet“ der Veranstaltungswirtschaft und stellt mit einem eigenen Umweltmanagement-Konzept die Weichen für die feierliche Eröffnung im Jahr 2018. „Das DGNB-System ist nach wie vor das umfassendste am Markt mit den größten Qualitätsanforderungen“, so Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand der DGNB. „Daher ist der Schritt hin zu Platin auch so zu verstehen, dass wir das Engagement der Bauherren und Projektteams hervorheben wollen, die sich der DGNB Zertifizierung stellen.“

Kompetenz und Engagement im Wachstumsmarkt Nachhaltigkeit
Der Neubau des RheinMain CongressCenter Wiesbaden (ehemals Rhein-Main-Hallen) vereint eine ressourcenschonende Bauweise mit sehr guten Voraussetzungen für die Ausrichtung von Meetings, Incentives, Messen und Events. Baubetriebsleiter Henning Wossidlo: „Wir setzen mit dem Neubau Maßstäbe, und zwar von der hohen Recyclingquote auf der Baustelle über nachhaltige Baumaterialien bis hin zur umweltschonenden Mobilität durch die urbane Nähe und Fußläufigkeit zu Hauptbahnhof, Innenstadt und den umliegenden Hotels.“ So besitzt Wiesbaden bereits von Natur aus durch seine Lage in der Mitte Deutschlands optimale Rahmenbedingungen. Mit dem DGNB Vorzertifikat in Platin setzen die Wiesbadener auch beim Thema „Green Meetings“ einzigartige Signale. Eine sozial verantwortungsvolle und nachhaltige Umsetzung eines Kongresses, einer Messe oder einer Veranstaltung gehört zum grünen Gesamtkonzept des Gebäudes mit dazu und wird im laufenden Betrieb weiter unterstützt. Zum Bespiel trägt ein hoher Tageslichtanteil sowie optimaler Schallschutz zu einer produktiven Arbeitsumgebung und einladenden Atmosphäre bei. Die optimale Anbindung an das europäische Schnellbahnnetz, Fahrradstellplätze an den Hauptzugängen sowie eine günstige an den ÖPNV ermöglichen eine umweltfreundliche Anreise. Und auch beim Catering zählt Nachhaltigkeit, indem der Schwerpunkt auf regionale, saisonal verfügbare Produkte gelegt wird.

Ökonomisch in Funktionalität und Raumgestaltung
Vor allem bei der ökonomischen Qualität als Nachhaltigkeitskritierum der DGNB hat das neue RheinMain CongressCenter Wiesbaden (ehemals Rhein-Main-Hallen) überdurchschnittlich abgeschnitten (Erfüllungsgrad von 90,3 Prozent). Sie beinhaltet eine hohe Funktionalität und flexible Raumgestaltung – von der kleinteiligen Aufteilung mit Konferenzsälen bis hin zur großflächigen Anmietung. „Für unsere Kunden ist das höchst ökonomisch, da mehrere Veranstaltungen parallel laufen können“, erläutert Markus Ebel-Waldmann, Geschäftsführer der Rhein-Main-Hallen GmbH.

Hinweis an die Redaktionen:
Aktuelle Zahlen und Informationen zur Projektvorzertifizierung des RheinMain CongressCenter Wiesbaden (ehemals Rhein-Main-Hallen) nach DGNB in Platin unter: http://www.dgnb-system.de/de/projekte/detail.php?we_objectID=19072


Neue Auszeichnungslogik der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen:

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V. hat die Auszeichnungslogik bei der Zertifizierung von Gebäuden und Stadtquartieren geändert und als höchste Bewertungsstufe die DGNB Platin eingeführt. Die Anforderungen für ein Platin-Zertifikat entsprechen exakt den bisherigen Bedingungen für eine Auszeichnung in Gold. Neben Platin wird es bei Neubauten künftig noch DGNB Zertifikate in Gold und Silber geben.

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen DGNB wurde am 25. Juni 2007 in Stuttgart gegründet. Zur Förderung nachhaltigen Bauens hat die Non-Profit-Organisation ein Zertifizierungssystem zur Bewertung besonders umweltfreundlicher, ressourcensparender, wirtschaftlich effizienter und für den Nutzerkomfort optimierter Gebäude und Quartiere entwickelt – das DGNB Zertifikat. Die DGNB zählt rund 1.200 Mitglieder aus allen Bereichen der Bau- und Immobilienwirtschaft in Deutschland. Ein Netzwerk aus Partnerorganisationen in vielen Ländern sorgt für die internationale Adaptation und Anwendung des Zertifizierungssystems.


Einzelne Bewertungskriterien des RheinMain CongressCenter Wiesbaden (ehemals Rhein-Main-Hallen) gemäß der Vorzertifierung nach DGNB Platin:

  • Deutliche Unterschreitung der Vorgaben der EnEV 2014 (Nutzung Fernwärme, Abwasserwärmerückgewinnung)
  • Geringe Lebenszykluskosten
  • Höchste Qualitätsstufen bei der Auswahl der zu verwendenden Baumaterialien (und damit bei der Innenraumhygiene)
  • Einsatz wassersparender Armaturen
  • Schaffung eines zusätzlichen Gründachs
  • Höchster thermischer Komfort im Sommer wie im Winter (Nachweis erfolgt über eine zonale thermische Gebäudesimulation auch unter Betrachtung der Nutzerausstattung und des Nutzerverhaltens)
  • Umsetzung hoher Anforderungen an die Raumakustik
  • Sehr gute Tageslichtversorgung aller Nutzflächen bei Realisierung erforderlicher Verschattungen
  • Optimale Flächeneffizienz und Umnutzungsfähigkeit
  • Optimaler Schallschutz nach innen und nach außen
  • Sehr gute Standortqualität (ohne Gewichtung im Ergebnis)

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